Google Street View Image API

Wer auf seiner Netzseite ein Bild von Google’s Street View zeigen möchte, darf nach den Nutzungsbestimmungen dieses Services dafür kein Bildschirmfoto verwenden. Google möchte (verständlicherweise) die Kontrolle über die Bilder behalten, falls z.B. durch Einwendungen Betroffener Bilder nachbearbeitet werden müssen.

Es bleiben einem damit zwei Möglichkeiten. Zum Einen die Nutzung der Google Maps API. Hiermit kann man auch nur einen reinen Street View in die Seite einbinden. Wer allerdings kein Javascript verwenden möchte oder aber sich nicht extra dafür bei Google anmelden möchte (man braucht einen API-Schlüssel), muss auf die zweite Möglichkeit ausweichen: die Google Street View Image API.

Ähnlich der Static Maps API gibt es seit September letzten Jahres auch eine API für statische Street-View-Bilder. Mit dieser lassen sich die Bilder ganz einfach über eine spezielle URL einbinden.

Das Grundgerüst dieser URL sieht folgendermaßen aus:

Nach dem ? werden die einzelnen Parameter angegeben, die durch ein & voneinander getrennt werden. Folgende Parameter sind dabei notwendig:

  •  size gibt die Größe des Bildes in Pixel in der Form size=[Breite]x[Höhe] (also z.B. size=320x180) an. Maximal sind 640×640 möglich.
  • location gibt die Position an. Hier kann man entweder eine Textadresse (die Leerzeichen durch %20 ersetzen) oder Koordinaten in der Form location=[Längengrad],[Breitengrad] wählen (z.B. location=51.88292,4.642107).
  • sensor ist ein ja/nein-Parameter dafür, ob die Koordinaten von z.B. einem GPS-Gerät kommen oder nicht. Wenn man nicht gerade eine mobile App kreiert, wird hier im Allgemeinen der Wert false richtig sein (ansonsten true wählen).

Mit diesen drei Parametern bekommt man schon mal ein Bild zu sehen. Hier ein Beispiel mit der Adresse:

Google Street View nur mit notwendigen Parametern
Google Street View nur mit notwendigen Parametern

Das Bild zeigt dabei den Street-View-Blick standardmäßig in Richtung Norden (wir haben ja in der URL auch nix anderes angegeben). Zum Einstellen des „Motivs“ gibt es noch drei optionale Parameter, die einem mehr Kontrolle über das Bild geben:

  •  heading gibt die Richtung in Grad an, in die man schauen möchte. Werte zwischen 0 und 360 sind hier möglich, wobei man bei 0 bzw. 360 nach Norden, 90 nach Osten, 180 nach Süden usw. schaut.
  • fov beschreibt die Zoomstufe bzw. das Sichtfeld des Bildes (field of view). Hier sind Werte zwischen 0 (höchste Zoomstufe) und 120 (kein Zoom) möglich.
  • pitch bestimmt den Blickwinkel der Kamera. 0 bedeutet dabei meist ein horizontaler Blick. Ein negativer Wert lässt die Kamera nach unten schwenken und ein positiver Wert nach oben. Maximal sind 90 (senkrecht nach oben) bzw. -90 Grad (senkrecht nach unten) möglich.

Im Folgenden nun ein Bild mit allen verwendeten Parametern und folgender Adresse:

Google Street View mit allen möglichen Parametern
Google Street View mit allen möglichen Parametern

 

Beschränkungen:

Die Bilder können je Besucher und Tag 1000 mal aufgerufen werden. Da es eine Pro-Besucher-Quote ist, sollte man sich also über ein Erreichen dieser Grenze keine Gedanken machen müssen. Sollte doch irgendwie diese Quote überschritten werden, wird stattdessen ein Standard-Bild von Google angezeigt, das auf die überschrittene Quote hinweist.

Mehr Details zur API findet man auf der Seite der Google Street View Image API.

Google Street View Image API